Tonga: Einführung

" Diese Inselgruppe habe ich die Freundlichen Inseln genannt, besteht doch eine anhaltende Freundschaft unter ihren Bewohnern, und ihre Höflichkeit gegenüber Fremden berechtigt sie zu diesem Namen."

James Cook 1773

 

Der von James Cook verliehene Name "Friendly Islands" trifft auf die Inseln und ihre Bewohner immer noch zu. Die Tonganer sind ein gastfreundliches, höfliches und zurückhaltendes Volk. Stolz beharren sie auf ihren Traditionen und lassen sich in ihrer geruhsamen Lebensweise von niemandem beeinflussen - vom Tourismus schon gar nicht, der freilich noch in den Kinderschuhen steckt. Nirgendwo sonst verstreicht die Zeit langsamer als in diesem verschlafenen Königreich am anderen Ende der Welt.

Auf den ersten Blick macht Tonga nicht den Eindruck eines Südseeparadieses. Die flache Hauptinsel Tongatapu hat weder spektakuläre Landschaften noch Traumstrände. Die Hauptstadt Nuku'alofa gleicht eher einer Westernsiedlung als der Residenzstadt einer Monarchie. Aber Tonga besteht ja nicht aus Tongatapu allein, sondern aus 150 anderen, über eine weite Meeresfläche verstreuten Inseln. Einige kleinere Inseln sind schon eine halbe Stunde Bootsfahrt vom Hafen entfernt. Deren Strände lassen keine Südseeträume offen.

Die Juwelen Tongas aber liegen im Norden: Die Vava'u-Gruppe ist eine eigene Inselwelt, die zu den schönsten der Südsee gehört und von Seglern bereits weltweit geschätzt wird. Abgesehen davon ist Vava'u noch weithin unbekannt, obgleich es verdient, Hauptziel eines Tonga-Aufenthaltes zu sein.


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