Fidschi: Einführung

"Im Krieg sind sie furchtlos und grausam bis zum Äußersten, aber im Frieden ist ihr Wesen mild und großherzig gegenüber Freunden, und die Zuneigung, die sie ihren Verwandten entgegenbringen, ist selten zu finden unter Weißen."

William Lockerby, Sandelholzhändler in Fidschi, 1810

 

"Bula!" tönt es aus breit grinsendem Gesicht mit perlweißen Zähnen, umrahmt von einer schwarzkrausen Mähne. Ihr Gruß ist das Markenzeichen der Fidschianer, Ausdruck ihres offenen, gastfreundlichen Wesens. "Bula!" donnert der Portier dem Gast im Hotel entgegen. "Bula!" dröhnt es von der Brücke des Fährschiffs herunter. "Bula!" kräht das Zimmermädchen an der Tür.

Fidschianer sind perfekte Gastgeber und Unterhalter, Eigenschaften, die sie wie geschaffen machen für den Tourismus. Wenn es sich irgendwie einrichten ließe, bestünde das Leben für sie nur aus endlosen Festen, Geselligkeit, Sport und Spiel. Fidschianer sind in starkem Maße traditionsverbunden, achten streng auf die Erhaltung ihrer Kultur und verstehen sich auch politisch als Botschafter eines "Pacific Way of Life", der sich von westlichen Werten und Vorstellungen unterscheidet.

Einen Kontrast dazu bilden die fidschianischen Inder, deren große Zahl den Besucher erst einmal überrascht. Sie wurden als Plantagenarbeiter vor mehr als hundert Jahren von den britischen Kolonialherren ins Land geholt. Heute sind sie die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe, halten die Wirtschaft des Landes in Schwung und stellen die meisten technischen und administrativen Fachkräfte. Daß Fidschi heute noch in punkto Infrastruktur, Kommunikationswesen und Versorgung seinen Südseenachbarn (von Tahiti einmal abgesehen) weit voraus ist, verdankt es weitgehend seiner indischen Bevölkerung.

Das kommt auch dem Tourismus zugute, der sich vor allem im sonnigen Westen der Hauptinsel auf vorgelagerten Inselresorts abspielt. Das Angebot an Hotels der gehobenen und Spitzenklasse hält internationalen Maßstäben stand. Die Inselresorts brauchen mit ihren Stränden und Tauchgründen einen Vergleich mit der Karibik, den Malediven oder den Seychellen nicht zu scheuen.

Was Fidschi noch von anderen Südseeinseln unterscheidet, ist seine landschaftliche Vielfalt. Wer außer Strand, Sonne und Meer auch das Landesinnere der größeren Inseln kennenlernen möchte, dem eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten: Trekkingtouren, Bergsteigen, Reiten, Schlauchboot- und Kanufahrten im Wildwasser, Bootstouren auf Flüssen und Höhlenerkundungen.

"Fiji - the big smile." Das breite fidschianische Lächeln ist noch immer das Markenzeichen des Landes, auch wenn es kurzzeitig von Rassenkonflikten und Militärputschen überschattet wurde. Heute ist Fidschi wieder zu demokratischen Verhältnissen und politischer Stabilität zurückgekehrt. Der Tourismus floriert mehr denn je, ohne das Land in seinem Charakter wesentlich verändert zu haben. Freuen Sie sich auf fidschianische Gastfreundschaft und paradiesische Inseln: "Bula!"

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